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Umzug des Archivs in Gronau

Als erste Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg hat Oberstenfeld ein Teilortsarchiv im Hauptort zusammengefügt. Dies war dringend notwendig geworden, da die klimatischen Verhältnisse im Alten Rathaus in Gronau, wo sich die Schriftstücke noch bis vor kurzem unter dem Dach befunden hatten, höchst bedenklich waren. Bürgermeister Markus Kleemann dankte bei der Einweihung am Montag allen Beteiligten und betonte die Wichtigkeit dieses Schritts. Indem die Gemeinde die teilweise äußerst wertvollen alten Dokumente reinigen ließ und in der Lichtenbergschule in Oberstenfeld unterbringt, können diese für die Nachwelt erhalten werden.

Erfreulicherweise ist es der Gemeindeverwaltung dabei gelungen, 6.050 Euro von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts als Förderung zu erhalten. Bürgermeister Markus Kleemann bekräftigte, dass die Schaffung der neuen Unterbringungsmöglichkeiten im nicht mehr genutzten Chemie-, Physik- und Biologieraum eine nachhaltige Investition in die Zukunft war, weil die seitherige Unterbringung langfristig zu einem Totalverlust der Überlieferungen hätte führen können, was nicht hinnehmbar war, da es sich in einigen Fällen um Dokumente aus dem 16. Jahrhundert handelt. Zudem schaffe die Gemeinde damit ein Bewusstsein für Geschichte und erfülle eine kommunale Pflichtaufgabe.

Der Umfang des Archivguts aus Gronau umfasst ungefähr 100 laufende Meter und wurde nun in rund 800 Archivboxen verpackt, die laut Herrn Berner vom Kreisarchiv Ludwigsburg das Archivgut für die nächsten 100 Jahre schützen sollen. Im Anschluss stellte Herr Hofmann, der das Projekt in den letzten Monaten begleitete, den anwesenden Gemeinde- und Ortschaftsräten einige besondere Exemplare, wie beispielsweise das Original der Eingliederungsvereinbarung vor.