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Gemeinsamer Diskurs über den Umgang mit gefährlichen Hunden

Rund 90 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zur interkommunalen Informationsveranstaltung der Gemeinde Oberstenfeld und der Stadt Beilstein in unseren Stiftskeller. Dass sogar Interessierte aus Stuttgart, Erdmannhausen, Schwieberdingen, Lauffen kamen zeigte, wie wichtig dieser Informationsabend war, damit Betroffene gemeinsam diskutieren sowie ihre rechtlichen aber auch gesellschaftlichen Anliegen und Fragen zum Ausdruck bringen konnten.Mit dem Ersten Polizeikommissar und Leiter der Polizeihundeführerstaffel, Bernhard Sinn, dem Polizeihauptkommissar und stellvertretenden Leiter der Polizeihundeführerstaffel Alexander Fleischmann sowie der Leiterin des Veterinäramtes des Landkreises Ludwigsburg, Frau Dr. Monika Spieck-Kächele, konnten erstklassige Referenten gewonnen werden. Zudem beteiligte sich der Oberstenfelder Hundetrainer Benjamin Merx an der Informationsveranstaltung.

Nach den Grußworten der beiden Bürgermeister folgte die Präsentation von Herrn Sinn, der seit 2006 die Leitung der Polizeihundeführerstaffel in Ludwigsburg innehat und somit über viel Expertise im Umgang mit gefährlichen Hunden verfügt. Neben der Entstehungsgeschichte und der Kategorisierung von Kampfhunden gemäß Polizeiverordnung, ging Herr Sinn auf die Rechte und Pflichten von Hundehaltern ein. Im Anschluss daran folgte eine längere Diskussions- und Fragerunde. Dabei entwickelte sich eine rege und sachliche Diskussion, bei der unter anderem Themen wie der Hundeführerschein, Vorschriften und Defizite bei der Haltung und Registrierung von Kampfhunden, aber auch Ideen für ein gutes Zusammenleben von Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern zum Ausdruck kamen. Somit hat die Informationsveranstaltung viel zur Aufklärung beigetragen. Darüber hinaus wurden präventive Handlungsempfehlungen artikuliert. Nichtsdestotrotz bleibt zu konstatieren, dass sich Beißvorfälle, auch vor dem Hintergrund diverser Gesetzesänderungen und Vorbeugungsmaßnahmen, nie hundertprozentig verhindern lassen.