Seite drucken Seite empfehlen

Mistelbefall – und was dagegen getan werden kann

Ausbreitung und Lebensgrundlage der Mistel
In immer mehr Bäumen, auch in Oberstenfeld, Gronau und Prevorst sieht man in den letzten Jahren grüne Kugeln: die Mistel. Misteln wachsen mit ihren Wurzeln auf Bäumen und gelten als Halbschmarotzer. Aber ohne Baum kann die Mistel nicht überleben. Daher hat die bis zu 70 Jahre alt werdende Pflanze auch kein Interesse, ihre Wirte großflächig zu töten. Sie bohrt ihre Wurzeln in die Leitungsbahnen der Bäume und entzieht ihnen so Wasser und gelöste Nährsalze, betreibt selbst Fotosynthese und stellt so einen Teil ihrer Nahrung her. Mit zunehmender Größe und Alter entzieht die Mistel ihrer Wirtspflanze immer mehr Nährstoffe, so dass die Astbereiche oberhalb des Mistelbusches nicht mehr ausreichend versorgt und dürr werden. Hauptsächlich werden die Misteln durch Vögel verbreitet.

Mistelbefall auf Bäumen
Mistelbefall

Zu tun bei Mistelbefall
Befallene Bäume sollten am besten im späten Winter oder zeitigen Frühjahr beschnitten werden. Äste mit Mistelbefall sollten mindestens 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz zurück abgesägt werden. Damit kann die Ausbreitung der Pflanze in der Regel gestoppt werden, wenn der Baum noch nicht zu stark angegriffen ist. Andere Bekämpfungsmethoden, wie etwa das Abschneiden der Misteln, haben sich nicht als erfolgreich erwiesen.
In Flyern des Landkreis Ludwigsburg, welche auf deren Homepage abrufbar sind, kann nochmals genauer nachgelesen werden wie die Mistel zu entfernen ist.
Link zur Homepage: https://ludwigsburg.landwirtschaft-bw.de