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STADTRADELN-Star

STADTRADELN-Star Vanessa Rampmaier im Portrait

„Warum verzichtet man 21 Tage freiwillig auf sein Auto?“. Diese Frage habe ich in den letzten Tagen des Öfteren beantworten dürfen. Wer mich kennt weiß aber, dass ich schon jetzt nur ungern in mein Auto steige. Der Alltag und unser heutiges Leben machen das aber für mich doch manchmal notwendig. Irgendwann werde ich vielleicht ganz ohne Auto leben können, daher ist es ein guter Anfang, erst einmal 21 Tage komplett darauf zu verzichten. Ich möchte auch weitere Leute damit inspirieren, ihr Leben zu verbessern, indem hin und wieder das Fahrrad anstatt des Autos genutzt wird oder auch der Wochenendausflug mit dem Fahrrad verbracht wird.

Es stellt sich die Frage, wer 21 Tage auf sein Auto verzichten kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich das Schaffen werde: Vanessa Rampmaier, wohnhaft in Oberstenfeld, 30 Jahre alt, alleinerziehende Mama von zwei Kindern (12 und 4 Jahre), berufstätig, dualer Masterstudent. Was ich damit verdeutlichen möchte: Wenn ich das kann, kann das doch jeder? Zumindest hin und wieder! Mit unserer Willensstärke und etwas Selbstdisziplin können wir vieles erreichen.

Abseits meiner genannten Rahmenbedingungen sind meiner Meinung nach die inneren Werte, die ich vertrete, lebe und mich für diese Aktion motivieren. Ich möchte weiterhin ein nachhaltiges, ökologisches, bewusstes und gesundes Leben führen und darin stets weiterwachsen und mich zum Besseren meines jetzigen Selbst entwickeln. Durch die Corona Pandemie bin auch ich wie viele andere an meine psychischen Grenzen geraten. Doch das Leben ist so wunderschön, wenn man jeden einzelnen Tag genießen kann und dabei seine Ziele verfolgt. Jeder Mensch braucht einen Ausgleich, um in der hektischen Welt heutzutage nicht die Kontrolle zu verlieren. Mein Ausgleich ist sicherlich unsere beeindruckende Natur, die ich sehr zu schätzen weiß. Ich verbringe gerne meine Zeit im eigenen Garten, bei einem Spaziergang im Wald oder eben auch bei einer Fahrradfahrt. Schon jetzt versuche ich, wann es nur geht, auf mein Auto zu verzichten. Sei es, meine Tochter in den Kindergarten zu fahren, einkaufen zu gehen oder zur Arbeit zu fahren. Meine Tochter geht nach Prevorst in den Naturkindergarten, was auf den ersten Blick vielleicht nicht als ganz durchgängig ökologisch betrachtet werden kann, da ich dadurch jeden Tag an die 30 Kilometer fahren muss. Der Grund dafür ist, dass sie dadurch in den Genuss dieses traumhaften Kindergartens kommt, der zum einen eine klassische Kindergarteneinrichtung hat, wie auch einen Waldplatz, auf dem jetzt im Sommer die meiste Zeit verbracht wird. Daher habe ich mir vor einem Jahr ein E-Bike zugelegt, damit ich, wenn es das Wetter und meine Motivation zulässt, nicht das Auto nutzen muss. Auch beim STADTRADELN werde ich somit mit einem E-Bike antreten. Sicherlich ist das Fahrradfahren ohne Antrieb ökologischer aber für mich und sicherlich auch viele andere ist es die Möglichkeit, öfters das Fahrrad, anstatt das Auto zu nutzen.

Gerade jetzt im Sommer lässt sich das auch wunderbar umsetzen. Meine einzige Sorge ist dennoch das Wetter. Ein Dauerregen wäre sicherlich problematisch, da auch mein Weg nach Prevorst über einen Feldweg führt, der schon im trockenem Zustand eine Herausforderung mit Fahrrad, Anhänger und Kind ist. Definitiv werde ich aber nicht das Fahrrad nutzen können, wenn es gewittert oder sich ein Gewitter anbahnt. Hier werde mir aber wunderbare Menschen helfen, damit meine Tochter den Weg nach Hause findet. Da mein Sohn schon jetzt eigentlich nicht von mir mit dem Auto befördert wird und selbst schon den Bus, das Fahrrad, den Scooter oder eben auch einmal die Oma als Fahrdienst nutzt, wird er von meiner Aktion kaum beeinflusst werden. Lediglich den Sprudeleinkauf sollte ich zu Beginn der STADTRADELN-Zeit für drei Wochen tätigen. Das ist vermutlich bei einem Leben ohne Auto auch eine Herausforderung.

Ich freue mich wahnsinnig darauf, diese Erfahrungen machen zu dürfen und auch Sie als Leser mitzunehmen und hoffentlich für das Fahrradfahren zu begeistern und zu inspirieren.