Neue Schlammentwässerungsanlage im Gruppenklärwerk Oberes Bottwartal in Betrieb genommen
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Seit diesem Monat verfügt das Gruppenklärwerk in Oberstenfeld über eine eigene Schlammentwässerungsanlage, für deren Beschaffung rund 481.000 Euro aufgewendet wurden. Damit kann der anfallende Klärschlamm künftig direkt vor Ort entwässert werden. Bisher musste hierfür eine externe Firma beauftragt werden. Durch die neue Anlage wird die Kläranlage unabhängiger und kann langfristig Kosten einsparen.
Bei der Reinigung des Abwassers entsteht Klärschlamm, der noch einen hohen Wasseranteil enthält. Um die Menge des zu entsorgenden Schlamms zu reduzieren, wird ihm mithilfe der neuen Anlage ein Großteil des Wassers entzogen. Dadurch verringert sich das Schlammvolumen und der Schlamm lässt sich leichter transportieren und entsorgen.
Die Entwässerung erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird dem Klärschlamm ein sogenanntes Flockungsmittel zugegeben. Dieses sorgt dafür, dass sich die feinen Schlammpartikel miteinander verbinden und sich das Wasser besser abtrennen lässt. Anschließend wird der Schlamm in eine Schneckenpresse gepumpt. Dort wird er durch eine langsam rotierende Schnecke zunehmend zusammengepresst. Das austretende Wasser wird über ein Filtersystem abgeleitet. Übrig bleibt der sogenannte Schlammkuchen, der direkt in einen Container fällt und anschließend fachgerecht entsorgt werden kann.
Ein großer Vorteil der neuen Anlage ist, dass die Schlammentwässerung nun eigenständig und nach Bedarf durchgeführt werden kann. Neben den zu erwartenden Kosteneinsparungen können dadurch auch die Betriebsabläufe auf der Kläranlage besser gesteuert werden.
Dies trägt zu einem zuverlässigen Anlagenbetrieb bei und unterstützt die Einhaltung der vorgeschriebenen Ablaufwerte.
Besonders hervorzuheben ist, dass ein Großteil der Vorarbeiten für die Installation der Anlage von den Mitarbeitern der Kläranlage und des gemeindlichen Bauhofs selbst durchgeführt wurde.