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Was lange währt wird richtig gut!

Mit diesen Worten könnten die freudigen Entwicklungen in Bezug auf das ehemalige Schulgebäude in Gronau umschrieben werden.

Mit dem Unternehmen PROTEC GmbH & Co. KG bzw. dem Ehepaar Fichtner konnte der Öffentlichkeit nach längerem Verkaufsprozess vor wenigen Tagen ein erstklassiger Käufer und Investor vorgestellt werden. Anfang der Woche wurde das Konzept bei einem extra hierfür einberufenen Vor-Ort-Termin vorgestellt. Vorgeschichte des Verkaufs ist die Zusammenlegung der Grundschulklassen aus Gronau und Oberstenfeld am Standort der Lichtenbergschule in Oberstenfeld zum Schuljahr 2016/17. Zu diesem Schritt hatten sich der Ortschaftsrat und der Gemeinderat vor dem Hintergrund dringend notwendiger und teurer Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude Gronau sowie einiger leer stehender Klassenräume am Schulstandort Oberstenfeld entschieden. Die Suche nach einem geeigneten Käufer gestaltete sich in der Folge nicht einfach, auch weil eine Voraussetzung der Gemeinde für den Verkauf die Vorlage eines ausgereiften und überzeugenden Nutzungskonzepts für das Gebäude war.

Bei seiner Begrüßung vor Ort zeigte sich Bürgermeister Markus Kleemann nun sichtlich erleichtert und erfreut, dass es mit dem ehemaligen Schulgebäude so positiv weitergeht. Er hob hervor, wie wichtig es der Verwaltung sowie dem Gemeinde- und Ortschaftsrat gewesen sei, einen Käufer zu finden, dessen Konzept zu diesem schönen historischen Schmuckstück und zu Gronau passt.Neben der sinnvollen Nutzung des denkmalgeschützten und ortsbildprägenden Bauwerkes von 1896, standen der Erhalt des Gebäudes, die zügige Beseitigung des Leerstandes sowie die Erfüllung der Preisvorstellungen der Gemeinde im Vordergrund.Alle Vorgaben würden mit dieser Veräußerung nun erfüllt. Dass es sich bei Herrn Fichtner darüber hinaus um einen angesehenen und erfolgreichen örtlichen Unternehmer handelt, sei ein Glücksfall, so Bürgermeister Markus Kleemann, dem die Unterstützung örtlicher Gewerbetreibender generell sehr am Herzen liegt. Bis heute verbinden viele mit dem Gebäude Kindheitserinnerungen. Umso trauriger sei die Schließung der Schulaußenstelle in Gronau gewesen. Doch sei das wichtigste, dass sich die Gronauer Kinder in der Lichtenbergschule sehr wohlfühlen und von Anfang an gerne dorthin gehen. Kinder und Eltern schätzen dabei besonders das vielfältige Betreuungsangebot, das für die Gronauer Kinder noch weiter ausgeweitet wurde, sowie die vielen Freizeitmöglichkeiten.

Im Anschluss stellte Erhard Fichtner die zukünftige Nutzung vor. Er sei oft am Schulgebäude vorbeigefahren und fand die Schließung sehr schade. Erst seine Frau habe ihn aber letztendlich darauf gebracht, dass dieses Schmuckstück zum Verkauf stehe und sich für das Unternehmen PROTEC gut eignen könnte. Er habe daher seinen Bruder, Uwe Fichtner, von Beruf Architekt, in seine Vorstellungen eingeweiht und gemeinsam mit ihm ein Nutzungskonzept entwickelt.