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Illegale Mountainbike-Trails im Wald schaden geschützten Tieren und Pflanzen

Leider werden noch immer verbotene Mountainbike-Trails in den Bereichen Vogeltränke, Scheiterburg, Forstberg und Steinbruch in Oberstenfeld befahren. Diese Trails führen durch Lebensräume von geschützten Vögeln und Salamandern. Geschützte Biotope, das Vorkommen von geschützten Pflanzen, besonders geschützte Arten wie der Rotmilan, Wildtiere und ein Naturdenkmal sind betroffen. Daher ist das Befahren dieser Mountainbike-Trails streng verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit sowie einen  Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz dar. Außerdem besteht bei der Ausfahrt von diesen illegalen Trails die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Fußgängern.

In einem gemeinsamen Prozess mit allen Interessengruppen im Wald wurde in den letzten Monaten das Thema Mountainbiken im Gemeindewald Oberstenfeld thematisiert und eine gemeinsame Lösung erarbeitet. Ziel ist und war es, mit allen Betroffenen abgestimmte und forstrechtlich legale Rundtouren mit Singletrail-Anteilen zu konzipieren. Von insgesamt acht diskutierten Mountainbike-Trails sind im Wald der Gemeinde Oberstenfeld drei Mountainbike-Trails denkbar: Krugeichen-, Gronau- und Birktrail. Alle beteiligten Interessengruppen haben diesen bei den Vor-Ort-Begehungen gemeinsam entwickelten bzw. weiterentwickelten drei Trails zugestimmt. Sie wurden nun in einen Rundweg eingebaut, wodurch ein Radrundweg, bei dem fünf praktisch gelegene Parkplätze den Einstieg ermöglichen, entstanden ist. Ebenfalls in der Planung berücksichtigt sind tolle Aussichtspunkte, wie zum Beispiel in der Eichhälde oder beim Waldsofa. Zudem wurden vielbefahrene Straßen so gut es ging vermieden, um das Unfallrisiko mit Autos, LKWs oder Motorrädern möglichst gering zu halten und auch den Erholungsfaktor zu steigern. Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 8. November 2018 der Realisierung des Krugeichen-, des Gronau- und des Birktrails zugestimmt. Der Fachbereich Forsten des Landratsamtes Ludwigsburg wird nun die Detailplanung prüfen und gegebenenfalls die Genehmigung zur Erstellung erteilen. Erst danach kann mit der Realisierung des Radrundweges begonnen werden. Durch diesen Prozess haben sich alle Beteiligten dazu bekannt, dass im restlichen Wald nur auf den vorhandenen über zwei Meter breiten Waldwegen Rad gefahren werden darf. Wir appellieren an alle Mountainbiker die anderen Trails nicht mehr zu befahren. Querschüsse dieser Art tragen nicht zu einer guten einvernehmlichen Lösung, wie wir sie mit dem gemeinsamen Prozess anstreben, bei. Gemeindeverwaltung Oberstenfeld