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1. Unternehmensgespräch – ein voller Erfolg

Die Förderung des örtlichen Gewerbes und die Unterstützung der Interessen des selbständigen Mittelstandes sind sowohl Bürgermeister Markus Klemann als auch dem Bund der Selbständigen (BdS) sehr wichtig.
Daher wurde die neue Veranstaltungsreihe „Unternehmensgespräche“ ins Leben gerufen. Damit soll den Gewerbetreibenden in Oberstenfeld, Gronau und Prevorst ein weiteres Angebot zu einer guten Kommunikation und besseren Vernetzung geboten werden.
Für die Auftaktveranstaltung am 6. März 2018 wurde im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Gemeinde Oberstenfeld ein Thema gewählt, dass alle betrifft: „Digitalisierung – Wohin geht die Reise?“.Die Digitalisierung ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken und die Herausforderungen der Digitalisierung sind vielfältig.Dass mit diesem Thema der Puls der Zeit getroffen wurde, zeigten die über 100 Anwesenden, zumeist örtliche Unternehmer. Der Stiftskeller war voll besetzt.

Bürgermeister Markus Kleemann wies in seiner Eröffnung zunächst darauf hin, dass die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielt und nahezu alle Lebensbereiche umfasst.
Freundschaften und private Kommunikation laufen mittlerweile digital ab, über Whats App, Facebook, Twitter, Youtube usw.. Ebenso ein Teil der Einkäufe, egal ob Technik oder Kleidung.
Dies führt zu großen Veränderungen und neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt. Danach ging er auf die Gemeindeverwaltung Oberstenfeld ein. Er betonte, dass das Thema Digitalisierung eine große Bedeutung hat.
Die Gemeinde verfolgt seit zwei Jahren eine Digitalisierungsstrategie und hat zwischenzeitlich beispielsweise freies WLAN in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen und im Ortskern eingeführt. Dazu ist die Gremienarbeit seit über einem Jahr papierlos.
Sowohl die Sitzungen als auch die komplette Vor- und Nachbereitung finden digital statt, wodurch auch die Transparenz deutlich gesteigert wurde. Derzeit arbeitet die Verwaltung an der digitalen Akte.
Anschließend warnte er davor, dass dennoch die direkte Kommunikation zwischen den Menschen nicht verloren gehen dürfe. Es gehe nach wie vor nichts über ein persönliches Gespräch, so dass das Unternehmensgespräch nicht im virtuellen Raum, sondern im Stiftskeller stattfindet. Abschließend bedankte er sich beim 1. Vorsitzenden des BdS, Herrn Oliver Beck, und seiner Stellvertreterin, Frau Corinna Noller, für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er lobte die aktive und engagierte Arbeit des BdS, der seit vielen Jahren eine tolle Arbeit in der Gemeinde Oberstenfeld macht und viel bewegt und organisiert.

(v.l. 1. Vorsitzender BdS Oliver Beck, Bürgermeister Markus Kleemann)

Danach stellte Herr Beck die Aufgaben und Ziele des BdS im Einzelnen vor. Er ging auf die verschiedenen Veranstaltungsreihen wie „Unternehmen trifft Unternehmen“ oder die alljährliche Weihnachtsspendenaktion des BdS ein und führte aus,was die Gäste am weiteren Abend erwartet, bevor er das Wort an Herrn Stefan Krebs übergab.Stefan Krebs, Ministerialdirektor im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration und CIO/CDO - Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnologie, ging auf die Digitalisierungsmaßnahmen seitens des Landes Baden-Württemberg ein.Herr Krebs betonte den Vorbildcharakter der Digitalisierungsstrategie des Landes „Im Angesicht der Digitalisierung kommen wir als Staat nicht um eine Gesamtstrategie herum. Ziel müsse es sein, den Menschen und nicht die Technik in den Mittelpunkt zu stellen.Wir müssen den Wandel dort aktiv gestalten und greifbar machen, wo die Menschen leben und arbeiten.“ Seinen lebhaften und anschaulichen Vortag unterstrich er mit unterhaltsamen Beispielen aus dem Leben.Außerdem führte er weiter aus: „Ich finde es richtig und vorbildhaft, dass sich die Gemeinde Oberstenfeld und die lokale Wirtschaft proaktiv mit der Digitalisierung beschäftigen.Denn die Veränderungen, die auf Unternehmen und Menschen zukommen, wirken sich spürbar und unmittelbar vor Ort aus. Je früher wir uns mit dem Wandel beschäftigen, desto besser werden wir ihn auch gestalten können.“Abschließend zeigte er vom Land initiierte Beratungs-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Veranstaltungen und Vernetzungsmöglichkeiten für das Handwerk und kleine mittelständische Unternehmen auf.Im Anschluss gewährte der örtliche Gewerbetreibende Herr Ralf Matthews von der Elco-Gruppe einen eindrucksvollen Einblick, was elektrische und elektronische Geräte heute schon können und präsentierte zukünftige Entwicklungen.Mit Hauptsitz in China beschäftigt die Elco-Gruppe weltweit mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Firma stellt verschiedene Arten von Encodern, Systemprodukten und Sensoren, die zur Aufnahme von Daten dienen, her.In seinem beeindruckenden Vortag zeigte er insbesondere Beispiele funkbasierter Kommunikation im Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik auf. Heutzutage sei es ohne Probleme möglich, ganze Straßenbeleuchtungen und Parkmöglichkeiten digital zu steuern.Außerdem sei man derzeit bspw. an der Entwicklung einer sich automatisch verändernden stimmungsabhängigen Beleuchtung. Anhand eines aufgezeichneten Gesprächsausschnitts kann die eingesetzte Software die Stimmungslage erkennen und abhängig hiervon die bestmöglichste Lichteinstellung vornehmen, um die Stimmung positiv zu beeinflussen.

(v.l. Corinna Noller, Stefan Krebs, Ralf Matthews, Markus Kleemann, Oliver Beck)

Das Konzept des 1. Unternehmensgesprächs, den örtlichen Gewebetreibenden sowohl die theoretischen Überlegungen des Landes, als auch praktische Umsetzungen aufzuzeigen und dabei vor allem viele Möglichkeiten der weiteren Vernetzung zu bieten,ging voll auf. Alle waren begeistert von den interessanten und mitreißenden Vorträgen sowie dem sich anschließenden guten Austausch. Die vom BdS zur Verfügung gestellten Getränke und das Fingerfood mit „Woweffekt“ trugen dazu bei, dass noch lange in persönlichen Gesprächen die eindrucksvollen Erkenntnisse und eigenen Erfahrungen diskutiert und vertieft werden konnten.Die Kommunikation zwischen den Gewerbetreibenden und mit den benfalls großer Anzahl anwesenden Gemeinderäten hätte nicht besser sein können.Wir freuen uns bereits heute auf die Folgeveranstaltung.Gemeinde Oberstenfeld & BdS