So behinderte der milde Winter die Holzernte aufgrund fehlenden Bodenfrosts. Das sommerliche Frühlingswetter und die niederschlagsreichen Sommermonate wirkten sich dagegen positiv auf das Waldwachstum aus und vor allem die Eichen konnten sich etwas erholen.
Negativ wirkte sich der Witterungsverlauf auf die Borkenkäferpopulation aus, wobei bei der Fichte nahezu kein stehendes Käferholz eingeschlagen werden musste. Hier machte sich die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur sauberen Waldwirtschaft bezahlt. Ein Schwerpunkt stellt im Wirtschaftsjahr die Jungbestandspflege dar. Durch entsprechende Maßnahmen werden die getätigten Investitionen gesichert und stabile, naturnahe Waldbestände ausgeformt.
Der Holzmarkt beim Nadelstammholz wird sich für das kommende Frühjahr entspannen, resultierend aus den Sturmholzanfällen des Orkans Kyrill zu Beginn des Jahres. Ein Einschlag empfiehlt sich daher erst bei entsprechender Marktpreisentwicklung. Der Laubholzmarkt präsentiert sich gegenüber dem Vorjahr unverändert. Da dieser Markt aufgrund der Verwendung im Möbelbau und Innenausbau stark den Modeerscheinungen dieser Verwendungsbereiche unterworfen ist, zeigt sich hier eine starke Nachfrage nach Eichen; die Nachfrage nach Buchenstammholz dürfte sich auf dem letztjährigen Niveau bewegen, wobei in einzelnen Sortimenten mit steigender Nachfrage gerechnet wird. Im Brennholzbereich wird aufgrund der gestiegenen Preise für fossile Rohstolle zumindest von einem gleichbleibenden Preisniveau ausgegangen. Der Umfang der Holznutzung im Bereich energetischer Verwertung führt bei der Holzbereitstellung für Industrie und Papierholzwerke bereits zu Engpässen.
Wegen der beschriebenen Holzmarktsituation sind für das Jahr 2008 ein marktabhängiger Holzeinschlag bei den Nadelhölzern sowie ein Normaleinschlag im Laubholzbereich geplant. Trockenschäden führen dazu, dass absterbende Buchen und Eichen in nennenswertem Umfang eingeschlagen werden müssen. Die positive Nachfrage beim Eichenstammholz lässt den Absatz auch eingeschränkter Qualitäten erwarten.
Nach kurzer Aussprache stimmte der Gemeinderat einstimmig dem vom Landratsamt Ludwigsburg, Fachbereich Forsten, aufgestellten Nutzungs- und Kulturplan 2008 für den Gemeindewald zu.
Nachtragshaushaltssatzung und Nachtragshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2007
Gemeindekämmerer Walter Harsch konnte dem Gemeinderat einen überaus positiven Nachtrag präsentieren. So gab es im Verwaltungshaushalt vor allem bei der Gewerbesteuer eine erfreuliche Einnahmeverbesserung.Der Planansatz konnte um 2,8 Millionen Euro auf einen neuen Spitzenwert von 5 Millionen Euro nach oben korrigiert werden. Weitere Verbesserungen waren vor allem beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen, Holzerlösen sowie Zinseinnahmen zu verzeichnen. Insgesamt verbesserten sich die Einnahmen gegenüber den Planansätzen um rund 3,2 Millionen Euro. Allerdings werden über den Finanzausgleich die verbesserten Steuereinnahmen im Jahr 2009 wieder neutralisiert durch weniger Schlüsselzuweisungen und höheren Umlagen. Auf der Ausgabenseite hatte der Verwaltungshaushalt eine höhere Gewerbesteuerumlage (plus 600.000 Euro) und Mehrausgaben bei der Gebäudeunterhaltung Schule (35.000 Euro) und Kindergarten (15.000 Euro) sowie Unterhaltungsmaßnahmen im Bereich Abwasser in Höhe von 70.000 Euro zu verkraften. Insgesamt erhöhte sich damit die Zuführung an den Vermögenshaushalt von bisher rund 1,05 Millionen Euro auf rund 3,5 Millionen Euro.
Im Vermögenshaushalt erhöhen sich die Ausgaben um 1,725 Millionen Euro, wobei diese die Zuführung an die allgemeine Rücklage in Höhe von 1,17 Millionen Euro beinhalten. Im Übrigen ergeben sich vor allem Mehrausgaben beim Rohbaulandkauf Kleinfeldle (400.000 Euro), Regenüberlauf Gronau –Hauptstraße (90.000 Euro) unterEinsparung von 200.000 Euro beim Rohbaulandaufkauf Beilsteiner Straße II. Durch die Rücklagenzuführung kann daher auf der Einnahmenseite auf die vorgesehene Rücklagenentnahme in Höhe von 370.000 Euro verzichtet werden. Der Planansatz bei den allgemeinen Grundstückserlösen wurde von 500.000 auf 90.000 Euro herabgesetzt, da die Bauplätze im Gewerbegebiet In den Schafwiesen erst ab 2008 zur Veräußerung anstehen.
Der Stand der Rücklage wird Ende 2007 voraussichtlich 2.274.800 Euro betragen, welche somit eine Entnahme von rund 2.000.000 Euro ermöglicht. Der Stand der Schulden beträgt unverändert 3,761 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 465,-Euro entspricht (einschließlich Verschuldung Eigenbetrieb Wasserversorgung 823,- Euro je Einwohner). Oberstenfeld liegt damit um rund 3% im Vergleich über dem Landesdurchschnitt (2006) von 798,- Euro je Einwohner. Die Netto-Investitionsrate beträgt rund 3,36 Millionen Euro. Das Haushaltsvolumen im Kernhaushalt beträgt rund 22.Mio Euro, wobei hiervon rund 18 Mio. Euro auf den Verwaltungshaushalt und rund 4 Mio. Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen. Einschließlich der Wasserversorgung beläuft sich der Gesamthaushalt auf rund 23,8 Mio. Euro.
Im Gremium wurde der Nachtrag überaus positiv aufgenommen und der Nachtragshaushaltssatzung für 2007 samt Nachtragshaushaltsplan einstimmig zugestimmt.
Änderung der Feuerwehr-Entschädigungssatzung
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erhalten für die ehrenamtliche Tätigkeit eine Entschädigung nach der Feuerwehr-Entschädigungssatzung. In den vergangenen Jahren wurden die Entschädigungen verschiedentlich angepasst oder pauschaliert. Nunmehr hat der Gesamtausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Oberstenfeld eine Anpassung der verschiedenen Entschädigungssätze und die Einführung einer Entschädigung für Atemschutzeinsätze beantragt. In der kurz geführten Diskussion hielt das Gremium die vorgeschlagenen Entschädigungssätze für angemessen und beschloss einstimmig die Änderung der Feuerwehr-Entschädigungssatzung.
